© Anke Eilergerhard, Berlin

Meine Beobachtungen und Erfahrungen sind Basis jeder meiner Arbeiten. Es geht mir darum, Dinge sichtbar zu machen, die ich nicht in Worte fassen kann und die dennoch universell sind.
Eine Torte mit Sahnehaube ist ein Stück Himmel auf Erden. Die Sahnehaube ist für mich die perfekte skulpturale Form. Sie hat etwas Kosmisches. Sie spiegelt die Sehnsucht nach dem Paradies wieder. Wir leben in einer extrem visuell fixierten Gesellschaft, kein Sinn kann so getäuscht werden, wie der Sehsinn.

Form, Formation und Formativität entfalten und differenzieren sich solcherart in Anke Eilergerhards Werkgruppen, die „des eignen Bildens Kraft“ in sichtbaren Formen sich manifestieren lassen. Und der Raum wiederum, dem sich ihre Kunstwerke dann einfügen, weist weder eine Eindeutigkeit noch eine rigide Stabilität auf, sondern erscheint als ein Ineinander von beweglichen Elementen. Er wird beweglich und bewegend, von Bewegungen erfüllt, die durch ihn hindurch strömen. In ihrem ästhetischem Eigensinn, in ihrem exzentrischen Zusammenspiel der Dinge geben die Skulpturen der Ahnung eines lebensbejahenden Daseins Raum, das Ambivalenzen nicht leugnet, sondern erst erspielt und spielerisch und frei zur Anschauung und zum Austrag bringen kann.
Dr. Dorothée Bauerle-Willert

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